Wie werde ich Augenoptiker?

Für die Ausbildung sollten die angehenden Augenoptiker folgende Eigenschaften und Interessen mitbringen:

  • Formensinn
  • Fremdsprachen
  • Einfühlungsvermögen
  • Kontaktfreudigkeit
  • Schönheitssinn
  • Geduld
  • Handgeschicklichkeit
  • Freude am Beraten
  • Zuverlässigkeit
  • Freude an Mathematik und Geometrie

Zudem ist ein mittlerer Schulabschluss, also die mittlere Reife oder eine vergleichbarer Abschluss, üblich.

Du bist dir nicht ganz sicher, ob der Beruf zu dir passt? Absolviere den Berufs-Check und erfahre, welche Branche zu deiner Persönlichkeit passen könnte!

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Lehrdauer

3 Jahr(e)

Lehrlingsgehalt

Ø 580 EUR

Was macht ein Augenoptiker?

Heutzutage hat doch fast jeder eine Brille – sei es eine Lesebrille, Modebrille oder die allbekannte Sonnenbrille. Doch wie soll man bei der Vielzahl an Brillen wissen, welche die richtige ist? Genau an diesem Punkt sind Augenoptiker genau die richtigen Ansprechpartner. Mit einer Ausbildung als Augenoptiker hast du die verantwortungsvolle Aufgabe, die Kunden stilsicher zu beraten und ihnen eine Brille zu empfehlen, die dem Gesicht des Kunden einen ganz besonderen Akzent gibt und die Persönlichkeit unterstreicht.

Reparatur und Anpassung

Gerade betritt ein Kunde das Geschäft des Augenoptikers, völlig aufgelöst, weil ihm ein Glas aus der Brille gefallen ist. Während der Ausbildung als Augenoptiker ist es auch deine Aufgabe, aufgelöste Kunden zu beruhigen und ihnen bei ihren Problemen behilflich zu sein. Bei solchen Situationen ist das handwerkliche Geschick der Augenoptiker gefragt, denn nur mit wenigen Handgriffen gelingt ihnen die Verschraubung des Brillengestells zu lösen. Die weitere Bearbeitung der Brille erfolgt im hinteren Bereich des Augenoptikergeschäfts. Während deiner Ausbildung zum Augenoptiker lernst du die manuelle sowie maschinelle Bearbeitung der Werkstoffe für die Brillenfassung, Bügel als auch die Bearbeitung von Kunststoff und Metall. Zusätzlich stehen den Augenoptikern auch technische Geräte zur Verfügung wie zum Beispiel der Schleifautomat und moderne Messtechnikgeräte. Um die Brille des Kunden in einem einwandfreien Zustand wieder zu überreichen, gehört es auch zu deinen Aufgaben, die Anpassung der Gläser vorzunehmen. Hierfür setzen sich die Kunden auf einen Stuhl und müssen verschiedene Buchstaben und Farben erkennen. Diese werden nach jedem Durchgang kleiner und kleiner. Mithilfe der modernen Messtechniken ist es somit den Augenoptikern möglich Sehfehler zu korrigieren und die Gläser auf den Kunden anzupassen. Im weiteren Schritt setzt du das Glas wieder in die Brillenfassung wieder ein und verschraubst die Halterung. Noch eine kurze Ultraschallreinigung und der Kunde kann mit klarem "Durchblick" nach Hause gehen.

Beratung und Stilfrage

Solche Reparaturen an Brillen gehören zu den täglichen Arbeiten von Optikern, ihre Neufertigung nach Vorgaben des Kunden und der Verordnung des Augenarztes ist jedoch der eigentliche Schwerpunkt der Tätigkeit. Dazu gehört zunächst die Beratung des Kunden hinsichtlich des geschmacklich, technisch und preislich passenden Gestells, die Entscheidung über die Gläser (Glas, Kunststoff, Tönung und dergleichen) sowie die Stärkebestimmung, soweit diese nicht schon vom Arzt vorgenommen wurde. Da viele Kunden das Geschäft mit ungenauen Vorstellungen über ihre künftige Sehhilfe betreten, sind Augenoptiker weniger als Verkäufer, sondern mehr als Berater mit Einfühlungsvermögen gefragt. In ihrer Werkstatt fertigen Augenoptiker dann die entsprechende Brille an, indem sie Gläser genau auf die Kontur des Gestells zuschneiden. Prüfen, Messen und Justieren sind weitere Werkstattarbeiten.

Gut zu wissen...
  • Es ist unmöglich, mit offenen Augen zu niesen!
  • Blinzeln ist die schnellste Körperbewegung.
  • Etwa 90% aller Menschen haben braune Augen, Grün ist mit 2-4% die seltenste Augenfarbe.
  • 68 % aller Deutschen brauchen eine Sehhilfe in Form einer Brille oder von Kontaktlinsen.
  • Alle blauäugigen Menschen auf der Welt sind miteinander verwandt.

Inhalte der Lehre

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung zum Augenoptiker ist eine duale Ausbildung. Du bist somit nicht nur in der Schule, sondern auch in deinem Ausbildungsbetrieb und lernst dort alle wichtigen Bereiche und Vorgehensweisen kennen. Dir wird gezeigt, wie du Brillengläser und -gestelle bearbeitest und anpasst, worauf du bei der Arbeit mit Maschinen achten musst und wie du Kunden nach ihren Wünschen berätst und Produkte verkaufst. Nach einiger Zeit bekommst du natürlich auch mehr Verantwortung, bis du schließlich alleine handeln darfst.

Schulische Ausbildungsinhalte

Auch in der Schule werden dir wichtige Ausbildungsinhalte für die Ausbildung zum Augenoptiker vermittelt. So beginnst du dort mit Einstärken-Brillengläsern und der Erklärung von Sehtestergebnissen. Im zweiten Lehrjahr wird dir dann beigebracht, wie man Kunden richtig berät und wie Brillen instand gesetzt werden. Schließlich setzt du dich im dritten Ausbildungsjahr mit der Beratung für Sondergläsern und der Durchführung von Verwaltungsaufgaben auseinander.

Ablauf der Lehre

Während der Ausbildung zum Augenoptiker arbeitest du nicht immer nur von montags bis freitags. In der Regel musst du auch samstags arbeiten und in Geschäften Kunden beraten. Dafür bekommst du dann jedoch einen anderen Tag in der Woche frei.

Österreich

In Österreich dauert die Ausbildung dreieinhalb Jahre, statt drei, wie in Deutschland.

Wie gut passt der Beruf Augenoptiker zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne Menschen helfen möchtest, ist der Beruf Augenoptiker genau der richtige für dich.
Wenn du nicht überwiegend im Büro sitzen möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.

Hilfreiche Fähigkeiten

  • Überzeugungskraft
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Handwerkliches Geschick
  • Empathie
Augenoptiker-Quiz
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