Viele kennen das Szenario: Man hält sein Abschlusszeugnis in der Hand und bereut schon, dass man sich in der Schule nicht mehr angestrengt hat. Doch kein Grund zur Sorge, auch wenn du nicht die besten Noten hast, kannst du trotzdem erfolgreich eine Ausbildung abschließen.

Ausbildungsberufe für Schüler mit schlechtem Abschlusszeugnis

Es warten viele tolle Ausbildungsberufe auf dich! Im Folgenden haben wir dir beispielhaft Berufe in den verschiedensten Branchen aufgelistet, die passend für dich sein könnten: In diesen Berufen kommt es weniger auf deine Noten in Mathe und Deutsch, sondern eher auf deine handwerkliche Begabung, deine kreative Ader oder deine Kommunikationsfähigkeit an. Doch kann man mit schlechten Noten auch Erfolg im Beruf haben? Klar! Beispielsweise gehört der Gleisbauer zu den bestbezahlten Ausbildungsberufen überhaupt. Auch Weiterbildungen sind nach jeder Ausbildung möglich. Gerade bei den handwerklichen und kreativen Berufen gibt es viele Bereiche, in denen du dich anschließend als Meister selbstständig machen kannst. Schlechte Noten heißen also nicht gleich, dass man keine Karriere machen kann!

Bewerbung mit schlechten Noten

Wenn du einen passenden Ausbildungsberuf für dich gefunden hast, folgt das Schreiben der Bewerbung. Es gibt einige Aspekte, die du wirklich gut in dein Anschreiben einbringen kannst, die ganz unabhängig von deinen Schulnoten sind. Folgendes solltest du beachten, um deine Eignung für den Beruf darzustellen:

  1. Geh in deinem Anschreiben nicht auf deine schlechten Noten ein. Dadurch verlegst du das Augenmerk des Personalers vermutlich nur noch mehr darauf.
  2. Versuche lieber, deine persönlichen Stärken und Interessen in den Vordergrund zu rücken. Die sogenannten „Soft Skills“ sind später die, die den Personaler überzeugen. Denn wer braucht schon einen Einzelhandelskaufmann, der nicht mit seinen Kunden kommunizieren kann?
  3. Bei deinem zukünftigen Vorgesetzten wird es sicher gut ankommen, wenn du bereits praktische Erfahrungen in Form eines Praktikums sammeln konntest - bestenfalls sogar in dem Beruf, in dem du deine Ausbildung machen möchtest. Dadurch sieht der Personaler, dass du dich wirklich für den Beruf interessierst.
  4. Bist du vielleicht ehrenamtlich bei der Feuerwehr oder hilfst in deinem Sportverein als Trainer aus? Super, denn Engagement könnte auch ein ausschlaggebendes Argument sein, weshalb sich der Personaler für dich entscheidet. Es zeigt, dass du dich aktiv einsetzt und gerne deine Zeit dafür investierst, anderen Menschen zu helfen.
  5. Im Bewerbungsgespräch kann es gut vorkommen, dass du auf deine Noten angesprochen wirst. Hier heißt es: Locker bleiben! Wichtig ist, dass du ehrlich bist und zu deinen Noten stehst.

Gut zu wissen: Fragen nach schlechten Noten werden übrigens gerne als Stressfrage eingesetzt. Der Personaler will damit testen, wie du unter Stress reagierst. Versuche nicht, dich zu rechtfertigen und rauszureden, stattdessen solltest du Ruhe bewahren und versuchen sachlich zu antworten.

Insgesamt kann man sagen, dass gute Noten in der Bewerbung nicht mehr so einen hohen Stellenwert haben, wie vor einigen Jahren. Viele Unternehmen benötigen dein Zeugnis sogar nur, um sicherzugehen, dass du den angeforderten Schulabschluss überhaupt hast.

Schlechte Noten: Was kann man machen?

Nach deinem Schulabschluss hast du viele Möglichkeiten, die Zeit vor deinem Ausbildungsbeginn sinnvoll zu nutzen. Sie kann sich sogar positiv auf deine Bewerbung auswirken. Wichtig zu beachten ist, dass einige dieser Vorschläge nur nach Erfüllung der Vollzeitschulpflicht realisiert werden können. Nach der Schule könntest du zum Beispiel…
  • …durch ein Praktikum Erfahrungen sammeln.
  • …durch einen Auslandsaufenthalt lernen, selbstständig zu werden.
  • …einen Freiwilligendienst mit sozialem, ökologischem oder kulturellem Schwerpunkt absolvieren.
  • …deinen Schulabschluss gegebenenfalls durch einen weiteren Bildungsweg verbessern.

Schulabschluss nachholen

Natürlich gibt es auch für diejenigen, die keinen Schulabschluss haben, die Möglichkeit, diesen nachträglich zu erwerben. Andere können ihren bereits erworbenen Abschluss durch einen weiteren Bildungsweg noch verbessern.
Folgende Abschlüsse kannst du erwerben:

  • Hauptschulabschluss
  • Realschulabschluss (mittlere Reife)
  • Fachabitur (Fachhochschulreife)
  • Abitur (allgemeine Hochschulreife)

Fazit: Ausbildung trotz schlechter Noten? Kein Problem!

Wie du siehst, hast du nach deinem Abschluss viele Möglichkeiten, aus deinen Noten noch einiges rauszuholen, sei es durch Praktika nach der Schulzeit oder einen direkten Start in die Ausbildung. Doch das Wichtigste ist: Habe keine Angst, dich zu bewerben!


Weitere Infos zum Thema „Schulabschluss nachholen“ findest du in unserem Portal.

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