Vorstellungsgespräch

Bravo, der Ausbildungsbetrieb deiner Wahl hat dich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen! Nach der Freude über die Einladung kommt jedoch die Aufregung. Und mit der Aufregung kommen die Fragen. Keine Panik: Wir erklären dir, welche Punkte bei deiner Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch wichtig sind und welche Fragen im Vorstellungsgespräch gestellt werden. Manchmal sollst du mit unangenehmen Fragen aus dem Konzept gebracht werden. Die Personaler wollen dann beobachten, wie du in einer Stresssituation reagierst. Wir geben dir Tipps und Strategien zur Beantwortung der verschiedenen Fragen im Bewerbungsgespräch. Auch dein zukünftiges Gehalt in der Ausbildung zählt zu den Punkten, zu denen du dir im Vorfeld unbedingt Gedanken machen solltest. Hinweise zur Gehaltsverhandlung findest du ebenfalls bei uns. Damit du weißt, was dich im Bewerbungsgespräch erwartet, erläutern wir im Folgenden zunächst die Phasen eines Vorstellungsgespräches.


Ablauf eines Vorstellungsgespräches

Der typische Verlauf eines Bewerbungsgespräches beginnt mit einer Begrüßung und Smalltalk. Zur Auflockerung der Gesprächsatmosphäre spricht der Personaler beispielsweise über das Wetter oder fragt dich, ob du gut hergefunden hast. Du wirst in das Besprechungszimmer geführt, nimmst Platz und bekommst etwas zu trinken angeboten. Unser Bauchgefühl entscheidet in wenigen Sekunden darüber, ob wir jemanden sympathisch finden. Deshalb sei höflich und freundlich, lächle und nimm ein angebotenes Getränk ruhig an. Statt eines kohlensäurehaltigen Getränks solltest du besser auf stilles Wasser setzen, denn nichts ist peinlicher, als plötzlich aufstoßen zu müssen!

Dann folgt das gegenseitige Kennenlernen. In einer Selbstpräsentation stellst du dich, deinen bisherigen Werdegang sowie deine Kenntnisse und Fähigkeiten vor. Damit du dich sicher fühlst, solltest du diese Selbstpräsentation vorher gut üben, beispielsweise vor dem Spiegel oder mit einem Freund. Häufig machen Bewerber den Fehler, dass sie einfach ihren Lebenslauf nacherzählen. Das langweilt den Personaler, schließlich kennt er deinen Lebenslauf bereits aus deinen Bewerbungsunterlagen. Gehe stattdessen auf deine Eignung ein und erkläre, welche deiner Fähigkeiten und Erfahrungen für die ausgeschriebene Stelle wichtig sind.

Anschließend wird dir der Ausbildungsbetrieb mit seinen Dienstleistungen und Produkten vorgestellt. Statt einer Firmenpräsentation kann es auch sein, dass du zu dem Unternehmen gefragt wirst. Der Personalverantwortliche testet damit, wie gut du dich vorbereitet hast. Informiere dich also gründlich über den Ausbildungsbetrieb! Es folgen weitere Fragen im Vorstellungsgespräch, auf die du dir vorab passende Antworten zurecht legen kannst. Natürlich solltest du auch die Möglichkeit nutzen, eigene Fragen zu stellen. Denn: Mit eigenen Fragen zeigst du dem Personaler dein Interesse am Unternehmen und an der Stelle.

Das Vorstellungsgespräch endet mit einem Gesprächsabschluss, in dem dir der Personaler mitteilt, wie es weiter geht. Vielleicht musst du dich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gedulden, bis du eine Zusage oder Absage bekommst. Wenn das Gespräch sehr erfolgreich war, bekommst du den Arbeitsvertrag möglicherweise direkt nach Hause geschickt. Oder du wirst zu einem weiteren Gespräch eingeladen. So oder so: Mit dem Bewerbungsgespräch bist du deinem Traumberuf wieder ein Stück näher!


Kleidung und Verhalten im Vorstellungsgespräch

Der erste Eindruck zählt. Und dazu gehört neben Höflichkeit und Freundlichkeit auch die passende Kleidung. Du solltest dein Outfit für das Bewerbungsgespräch daher sorgfältig auswählen. Auch wenn du dich im Alltag als Paradiesvogel wohl fühlst: Schrilles Make-up, aufdringliches Parfüm oder Aftershave, ausgefallene Frisuren, Gesichts-Piercings, verrückte Klamotten, klobiger Schmuck – all das hat in einem Vorstellungsgespräch nichts zu suchen.

Generell gilt: Deine Kleidung im Vorstellungsgespräch sollte zur Branche passen. Wenn du dich beispielsweise in einer Bank oder Versicherung vorstellst, solltest du zu Anzug mit Hemd und Krawatte in gedeckten Farben greifen. In einer Werbeagentur darf deine Garderobe etwas lässiger ausfallen. Das Wichtigste: Du musst dich wohl fühlen. In einer Verkleidung bist du nicht du selbst und wirkst schnell unnatürlich.

Dasselbe trifft auf dein Verhalten im Bewerbungsgespräch zu: Versuch niemals, dich zu verstellen und in eine Rolle zu schlüpfen, die du nicht bist. Personaler sind Profis und merken sofort, wenn du schauspielerst. Verhalte dich natürlich und bleib höflich und freundlich. Versuch gar nicht erst, einen auf cool zumachen. Das wirkt nur arrogant. Ein bisschen Nervosität ist völlig normal und gehört zu einem Vorstellungsgespräch dazu. Du kannst also ruhig zeigen und sagen, dass du aufgeregt bist.


Hesse/Schrader

In Kooperation mit Hesse/Schrader – Büro für Berufsstrategie www.berufsstrategie.de


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