Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin Lehre & Beruf

Heilerziehungspflegerin bei der Arbeit Heilerziehungspflegerin bei der Arbeit Heilerziehungspflegerin bei der Arbeit

Bildungsweg:

Schulische Ausbildung

Schul­abschluss:

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Ausbildungs­dauer:

3 Jahre


Deine Stärken

  • Meine Gefühle und die Gefühle anderer erkennen
  • Mündlich und schriftlich kommunizieren
  • Gemeinsam mit anderen Aufgaben erfüllen

Ausbildungs- und Einstiegs­gehalt

1. Jahr 1 426 €
2. Jahr 1 488 €
3. Jahr 1 589 €
Einstieg 3 000 €
1. Lehrjahr1 426 €
2. Lehrjahr1 488 €
3. Lehrjahr1 589 €
Einstiegsgehalt3 000 €

Mehr zum Berufsbild Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin

Infos zum Beruf

Was macht ein Heilerziehungspfleger?

Als Heilerziehungspflegerin oder Heilerziehungspfleger (HEP) unterstützt du Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen sowie psychisch Erkrankte im Alltag, damit diese ein möglichst eigenständiges Leben führen können. Dafür entwickelst du unter anderem Förderpläne, hilfst beim Einkauf und machst gemeinsame Ausflüge. Außerdem beziehst du das soziale Umfeld des Klienten mit ein, damit alle an einem Strang ziehen. Man könnte sagen, dass du Pädagoge, Pfleger und Alltagsbegleiter in einer Person bist!

Typische Aufgaben als Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin

Typische Aufgaben als Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin

In Alltagssituationen helfen:

Dinge, die für dich selbstverständlich sind, können für deine Klienten eine Herausforderung sein. Da gehören Haushaltsaufgaben wie Kochen, Putzen, Einkaufen und die Medikamenteneinnahme genauso dazu wie Körperhygiene und Ankleiden. Dabei kommt es immer genau auf den Menschen an, den du gerade betreust. Denn jeder hat andere Stärken und Schwächen.


Förderpläne erstellen und durchsetzen:

Du bist ebenfalls dafür zuständig Menschen mit Behinderung zu fördern. Dafür analysierst du genau, wo noch mögliche Potenziale liegen und überlegst, mit welchen Maßnahmen du die Entwicklung voranbringen kannst. In die Förderpläne nimmst du dann verschiedene Therapien, berufliche Eingliederungen, Eigenverantwortlichkeiten und andere pädagogische Maßnahmen mit auf.


Innerhalb von Wohn- oder Arbeitsgruppen betreuen und pflegen:

In Wohngruppen, in denen mehrere Klienten zusammenwohnen, ist es sehr wichtig, dass du das Gruppengefühl stärkst. So können sich alle wohlfühlen. Außerdem denkst du dir immer wieder neue Aktivitäten wie Feste, Ausflüge oder Urlaube aus und betreust diese. Sie helfen dabei, dass niemandem langweilig wird und geben ein Gefühl der Normalität und Dazugehörigkeit. Natürlich fördern diese Aktivitäten aber auch den Körper und Geist.


Für Inklusion sorgen:

Für das soziale Umfeld und die Betroffenen ist es nicht immer einfach, miteinander umzugehen. Schulkinder sind vielleicht noch nie einem behinderten Kind begegnet. Lehrkräfte haben Probleme, besonders auf die Bedürfnisse des behinderten Schülers einzugehen, während sie sich schon um 24 weitere Schüler kümmern müssen. Auch Verwandte wissen manchmal nicht ganz, wie sie mit der Behinderung umgehen sollen. Der Klient versteht wiederum gar nicht, warum er oft anders behandelt wird als andere. Du unterstützt beim gegenseitigen Verständnis, berätst bei Problemen und förderst die zwischenmenschlichen Beziehungen.

Hinweis: Die genannten Aufgaben beziehen sich größtenteils auf den Alltag mit Behinderten. Mit psychisch Erkrankten Klienten hast du die gleichen Hauptziele und -aufgaben, setzt sie allerdings häufig etwas anders um.

Wie sieht der Berufsalltag als Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin aus?

Als Heilerziehungspflegerin oder -pfleger hast du eine breite Auswahl an potenziellen Arbeitgebern. Im folgenden Beispiel bist du in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderungen tätig.

In Wohngruppen wird im Schichtdienst gearbeitet, damit rund um die Uhr jemand für die Klienten da ist. Heute beginnt deine Schicht um 6:30 Uhr. Als erstes erfolgt immer die Übergabe mit der vorherigen Schicht. Was wurde alles erledigt? Gab es irgendwelche Auffälligkeiten oder Probleme? Ist vielleicht ein Klient krank geworden und du musst besonders auf ihn achten?

In der Wohngruppe leben sechs erwachsene Bewohner mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen: eine Bewohnerin mit leichter geistiger Behinderung, die sehr selbstständig ist, ein Bewohner mit einer Autismus-Spektrum-Störung, zwei Menschen mit körperlichen Einschränkungen und Assistenzbedarf sowie zwei Bewohner mit komplexeren Beeinträchtigungen, die im Alltag intensivere Begleitung benötigen.

Ab 7 Uhr fangen die ersten Bewohner selbstständig an, aufzustehen. Bei anderen musst du ein wenig nachhelfen, damit sie problemlos aus dem Bett kommen. Dann hilfst du bei der Körperpflege und beim Anziehen. Dabei achtest du stets darauf, dass du den Bewohnern nicht alles abnimmst, sondern nur unterstützt und ihre Selbstständigkeit förderst.

Danach treffen sich alle gemeinsam zum Frühstück. Zusammen deckt ihr den Tisch und bereitet alles vor. Hier kommt der soziale Part deines Jobs zum Vorschein. Am Frühstückstisch erzählt jeder von seinem gestrigen Tag. Zwei der Bewohner sind gestern Abend aneinandergeraten und haben ihren Streit immer noch nicht abschließend geklärt. Du greifst deeskalierend ein und hilfst bei der Lösung der Probleme. Danach achtest du darauf, dass jeder Klient seine passenden Medikamente zu sich nimmt.

Jetzt ist es für die meisten Bewohner an der Zeit, zu ihrer Arbeit in die Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder Tagesförderstätten zu fahren. Nur zwei bleiben in der Wohngruppe, für die du Förderangebote geplant hast. Heute steht ein Gesellschaftsspiel auf dem Plan, das auch die Motorik fördert.

Der Tag ist ebenfalls von Dokumentation, Planung und dem Haushalt geprägt. Du hältst deine Beobachtungen fest und sammelst Ideen für neue Förderangebote. Außerdem planst du den Ausflug für das anstehende Wochenende und kümmerst dich beispielsweise um die Spül- und Waschmaschine.

Mittags, wenn die ersten Bewohner schon wieder zuhause sind, kochst du für alle das Mittagessen. Auch hier geht es nicht nur ums Essen, sondern um Struktur, Kommunikation und Teilhabe. Später gibt es für jeden eine Ruhepause, in der individuell entschieden werden kann, was man machen möchte. Einer der Klienten spielt also ein Videospiel, eine andere empfängt Besuch und wieder ein anderer entscheidet sich für einen Mittagsschlaf. Für dich ist das der perfekte Zeitpunkt, um in Ruhe etwas vorzubereiten oder zu dokumentieren.

Nachmittags ist die Zeit meist offener gestaltet. Eine deiner Kolleginnen erledigt den Einkauf, einer der Bewohner muss zu seinem Arzttermin. Du gehst mit zwei weiteren raus und machst einen schönen Sommerspaziergang. Die Zeit nutzt du, um deine Klienten in Gespräche zu verwickeln und sie körperlich fit zu halten.

Gegen 15 Uhr endet deine Schicht und du teilst deine Beobachtungen mit der Spätschicht. So kann diese vorbereitet in ihren Arbeitstag starten. Du hast mal wieder eine Menge erlebt, aber freust dich jedes Mal, die Bewohner am nächsten Tag wieder zu sehen.

Wo arbeitet man als Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin?

Als Heilerziehungspflegerin oder Heilerziehungspfleger hast du eine riesige Auswahl an verschiedenen Branchen und Arbeitgebern. Überall da, wo Menschen mit Behinderung leben, lernen und arbeiten, gibt es Pfleger, die sie unterstützen. Deine Möglichkeiten sind:

  • Das Sozialwesen:
    Wohnheime, ambulante Betreuungsdienste, Werkstätten für Menschen mit Behinderung und Jugendhilfen
  • Das Gesundheitswesen:
    Krankenhäuser, wie beispielsweise Rehakliniken
  • Schulen:
    Grundschulen, z. B. mit Inklusionsklassen, weiterführende Schulen wie Förderschulen
  • Kindergärten und Tagesbetreuungen
  • Organisationen und Verbände
  • Privathaushalte
Gut zu wissen...
  • Die Heilerziehungspflege wurde erst im Jahr 1961 als Fachbereich staatlich anerkannt.
  • Einen Schwerbehindertenausweis erhält man, wenn der Grad der Behinderung mindestens 50 beträgt.
  • Mehr als die Hälfte der schwerbehinderten Menschen in Deutschland sind 65 Jahre und älter.

Voraussetzungen

Welche Voraussetzungen sollte ich für die Ausbildung Heilerziehungspfleger erfüllen?

Um Heilerziehungspflegerin oder Heilerziehungspfleger zu werden, gibt es ein paar Fähigkeiten und Eigenschaften, die dir den Berufseinstieg vereinfachen werden. Für die Ausbildung ist es sehr wichtig, dass du ein empathischer Mensch bist, der gut mit den Gefühlen anderer umgehen kann. Du wirst in deinem Arbeitsalltag immer wieder mit emotionalen Momenten konfrontiert werden, in denen du begleiten und weiterhelfen musst. In solchen Situationen solltest du natürlich auch gut kommunizieren können, um Fakten und Gefühle klar und verständlich darzulegen. Außerdem hilft es dir, wenn du ein Fan von Teamarbeit bist. Du wirst viele Aktivitäten und Aufgaben zusammen mit Klienten und Kollegen erledigen. Meist musst du vor Beginn deiner Ausbildung deine gesundheitliche Eignung von einem Arzt nachweisen lassen. Das kann auch beim Betriebsarzt geschehen.

Übrigens kann passieren, dass von dir ein erweitertes Führungszeugnis verlangt wird. Das ist besonders der Fall, wenn du in der Ausbildung mit Minderjährigen arbeiten wirst.
Stärken

Stärken

Meine Gefühle und die Gefühle anderer erkennen:

Bei der Arbeit mit Behinderten und psychisch erkrankten Menschen kochen öfter die Emotionen über. Damit ist nicht nur Wut, sondern auch Trauer, Angst oder Freude gemeint. Manchmal ist für Außenstehende aber schwer zu erkennen, was gerade in der betroffenen Person vorgeht. Egal welche Emotion am stärksten auftritt, du hilfst deinen Klienten dabei, diese zu regulieren und sie für andere verständlich auszudrücken. So lernen sie ihre Gefühle besser zu kommunizieren und bekommen schneller Verständnis und Hilfe von ihrem Umfeld.


Mündlich und schriftlich kommunizieren:

Wenn du beispielsweise in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung arbeitest, besteht die Gruppe oft aus vielen Menschen mit unterschiedlichen Handicaps. Manchmal fehlt dann das gegenseitige Verständnis für die Einschränkungen der anderen. Du hilfst den Bewohnern dabei zu lernen, wie sie ihre Interessen, Gefühle und Anliegen verständnisvoll für jeden anderen formulieren. So können alle viel mehr Rücksicht auf die anderen nehmen und sich besser gegenseitig unterstützen.


Gemeinsam mit anderen Aufgaben erfüllen:

Bei den meisten Arbeitgebern wirst du in einem Team mit anderen Kollegen zusammenarbeiten. Mit diesen planst du gemeinsam Tagesabläufe, Förderungsmaßnahmen und Aktivitäten. Dafür musst du auf jeden Fall Teamfähigkeit besitzen, da ihr die Angebote untereinander abstimmen müsst. Beispielsweise führt ihr die Ausflüge dann auch gemeinsam durch. Außerdem kann es zu Krisensituationen kommen, in denen du auf die schnelle Zusammenarbeit mit deinen Kollegen angewiesen bist.

Welchen Schulabschluss brauche ich für die Lehre als Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin?

Für die Heilerziehungspfleger-Ausbildung wird in der Regel ein mittlerer Schulabschluss verlangt, also z. B. der Realschulabschluss. Allerdings gibt es einige Unterschiede zwischen den Bundesländern. Je nach Land brauchst du:

  • Realschulabschluss oder Abitur
  • Praktische Vorkenntnisse aus Vorpraktikum, Praktikum, Ausbildung oder vorherige Berufstätigkeit

Ablauf und Inhalte

Wie läuft die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger ab?

Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger ist eine schulische Ausbildung. Das bedeutet, dass du alle Inhalte im Unterricht in deiner Berufsschule lernst. Zwischendurch hast du ebenfalls verschiedene Praktika, in denen du dein Gelerntes in der Praxis erlebst und anwendest. Du kannst die Ausbildung entweder in Vollzeit in etwa 2 bis 3 Jahren absolvieren oder in Teilzeit in ungefähr 3 bis 6 Jahren.

Was lernt man in der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger?

Neben dem Unterricht in der Schule machst du auch einige Praktika. Diese dienen dazu, deine erworbenen Kenntnisse zu vertiefen. Du wirst sie in verschiedenen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder in psychischen Erkrankungen verbringen. Das Ziel ist es, verschiedene Tätigkeiten auszuüben und Erfahrungen zu sammeln.

In dieser Zeit übernimmst du selbstständig Aufgaben in der Pflege, Bildung und Förderung der Menschen. Zusätzlich verbringt du deine Zeit mit einem Praxisprojekt. In diesem planst und führst du beispielweise einen Ausflug mit den Bewohnern eines Wohnheims durch.
Inhalte in der Berufsschule

Inhalte in der Berufsschule

Heilerziehung:

Zu den Schwerpunkten der Heilerziehung gehören der kreativ-musische, der sprachlich-kommunikative, der gesundheits-bewegungsorientierte und der organisatorisch-technologische Bereich. Du lernst die Theorie und Praxis dieser Schwerpunkte kennen, um Klienten in allen möglichen Bereichen fördern zu können.


Pflege und Gesundheit:

Neben der Förderung von Fähigkeiten gehört die Pflege der Klienten ebenfalls zum Arbeitsalltag. Je nach Grad der Behinderung sind manche mehr und manche weniger auf deine Unterstützung angewiesen. Du hilfst beim Waschen, Umziehen, Tabletten nehmen und überall sonst, wo du benötigst wird. Dazu benötigst du zusätzlich das Grundwissen über die unterschiedlichen Erkrankungen und deren Auswirkungen.


Psychiatrie:

Dein Berufsfeld ist nicht nur für Menschen mit Behinderung da, sondern auch für psychisch erkrankte Personen. Du lernst verschiedene psychische Erkrankungen kennen und erfährst, wie du am besten mit den unterschiedlichen Symptomen umgehst.


Recht und Verwaltung:

Bei der Arbeit beispielsweise in Wohneinrichtungen ist es ebenfalls wichtig, dass du dich mit den Rechten der Klienten auseinandersetzt. Auch die Rechte der Mitarbeiter spielen eine große Rolle. Die Mitarbeiter tragen zum Beispiel die Vormundschaft für manche eurer Klienten, wenn diese im privaten Umfeld niemanden mehr haben. Dann muss man genau wissen, was der Vormund entscheiden darf und was nicht.


Allgemeinbildende Fächer:

Neben den ganzen berufsspezifischen Fächern lernst du in der Schule noch in Fächern wie Deutsch oder Religion.

Wie viel verdient man in der Lehre als Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin?

Während der Lehre als Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin kannst du mit folgenden Lehrlingseinkommen rechnen:

  • 1. Lehrjahr: 1 426 Euro
  • 2. Lehrjahr: 1 488 Euro
  • 3. Lehrjahr: 1 589 Euro

Du möchtest gerne mehr erfahren? Hier geht es zur Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin Gehaltsseite.

Nach der Lehre kannst du...
  • die Stimme von behinderten Menschen sein, um ihnen weiterzuhelfen, wenn sie es gerade selbst nicht können.
  • ohne Probleme Veranstaltungen, Feste, Ausflüge und Weiteres planen und durchführen.
  • die Inklusion vorantreiben.

Karriere

Welche Fort- und Weiterbildungs­möglichkeiten gibt es als Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin?

Neben den beruflichen Anpassungen, die dich auf einzelne Teile des Berufs spezialisieren, gibt es noch einige Weiterbildungen, die dir den Aufstieg im Beruf einfacher machen.

Weiterbildungen

Weiterbildungen

Fachwirt/in Erziehungswesen:

In Vollzeit brauchst du 8 Monate und in Teilzeit 12 bis 24 Monate, um deinen Fachwirt zu erreichen. Während der Weiterbildung lernst du, wie du später einmal selbst soziale Einrichtungen leitest. Dazu gehört, dass du Verwaltungs- und Organisationsaufgaben übernimmst. Du analysierst die Betriebsabläufe, erstellst Jahresabschlüsse und dirigierst Aufgaben und Ziele an die Kollegen weiter. Auch die Personaleinsatzplanung gehört zu deinen Aufgaben.


Fachwirt/in Gesundheits- und Sozialwesen:

Diese Weiterbildung kann in Vollzeit zwischen 3 und 7 Monaten und in Teilzeit etwa 8 bis 24 Monate dauern. Nach der Weiterbildung entwickelst du nachhaltige Strategien zur Unternehmensführung und führst für diese z. B. Kostenrechnungen durch oder optimierst Arbeitsabläufe. Außerdem organisierst und überwachst du Projekte und nimmst Aufgaben der Personalwirtschaft an. Das heißt, dass du beispielsweise bei Einstellungsgesprächen dabei bist.


Studium Heilpädagogik:

Im Mittelpunkt des Studiums steht die Bildung und Erziehung von Menschen mit Förderbedarf. Du lernst in 6 bis 9 Semestern, wie du Menschen mit Behinderung oder psychischen Beeinträchtigungen gezielt förderst.


Weitere Studiengänge:

Im Sozialwesen gibt es mehrere Studiengänge, die für dich als Weiterbildung in Frage kommen könnten: Soziale Arbeit, Sonderpädagogik, Erziehungs- und Bildungswissenschaft oder Gesundheits- und Rehabilitationspsychologie sind ein paar davon.

Wie sind die Zukunftsaussichten als Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin?

Deine beruflichen Zukunftsaussichten als Heilerziehungspfleger sind sehr gut! Der anhaltende Fachkräftemangel im Sozial- und Gesundheitswesen öffnet dir viele verschiedene Türen, in denen du dringend gesucht wirst.
Außerdem steigt die Nachfrage an inklusiven Unterstützungsangeboten insgesamt. Dies betrifft sowohl Kinder und Jugendliche als auch ältere Menschen mit Pflegebedarf.
Nach deiner Ausbildung kannst du in vielen unterschiedlichen Bereichen arbeiten, z. B. in Kitas, Schulen oder Pflegeeinrichtungen. Du hast also eine vielseitige Auswahl, die den Beruf nach vielen Jahren noch spannend macht.
Um deine Karrierechancen noch weiter zu verbessern, kannst du zwischen einer Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten wählen. Egal ob du dich auf einen bestimmten Bereich spezialisierst oder dich auf die Leitung einer Einrichtung vorbereiten willst.
Insgesamt profitierst du also von einer hohen Nachfrage, breiten Einsatzmöglichkeiten und einer guten Chance auf Einstellung!

Wie viel verdient man als Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin?

Als Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin kannst du nach deiner Lehre mit einem Einstiegsgehalt von 3 000 EUR rechnen.

Bewerbung

Worauf muss ich achten?

Du willst unbedingt Heilerziehungspflegerin oder -pfleger werden? Dann solltest du wissen, wie du eine perfekte Bewerbung schreibst! Vollständige Bewerbungsunterlagen bestehen aus den folgenden Dokumenten:

  • In deinem Anschreiben erklärst du, warum du besonders gut für die offene Stelle geeignet bist. Welche deiner Eigenschaften heben dich von anderen ab? Was würde dir am Beruf auf jeden Fall Spaß machen? Welche Qualifikationen bringst du mit?
  • Der Lebenslauf ist eine kurzgefasste Auflistung deiner persönlichen Daten, bisherigen Schullaufbahn, Praktika und Kenntnisse. Dabei ist es wichtig, dass das neuste Ereignis immer oben steht. So sieht der Personaler z. B. deinen höchsten Schulabschluss als erstes. Das nennt man antichronologische Reihenfolge.
  • Die Anlagen bestehen aus angefügten Dokumenten, die deine Kenntnisse belegen. Dazu gehören beispielsweise deine letzten zwei Zeugnisse, Praktikumsnachweise und Sprachzertifikate.
  • Ein Deckblatt ist kein Muss, es kann deine Unterlagen aber gestalterisch abrunden und professionell wirken.

In den meisten Stellenanzeigen steht, was von dir erwartet wird. Orientiere dich an den Angaben der Schule, welche Unterlagen du einreichst und auf welche Hauptaspekte du in deinen Unterlagen eingehst.

Außerdem steht dort, wie du ihnen deine Bewerbungsunterlagen zukommen lassen sollst. Die meisten Unternehmen oder Schulen fordern heutzutage eine E-Mail-Bewerbung von dir. Manchmal verfügen sie über eigene Online-Formulare.

Zum Bewerbungsratgeber

3 Tipps für deine Bewerbung
  • Erste Erfahrungen:
    Du hast schon einmal ein Praktikum im sozialen Bereich gemacht? Egal ob Pflege oder Kindergarten, Praktika geben wertvolle erste Erfahrungen, die dir in der Ausbildung weiterhelfen werden. Beschreibe in deinem Anschreiben, was dir an den Tätigkeiten am besten gefallen hat und warum es dich dazu inspiriert, diese Ausbildung zu machen.
  • Soft Skills:
    In sozialen Berufen sind deine Soft Skills ein sehr wichtiger Faktor. Soziale Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit sind besonders gefragt. Aber auch Organisationsvermögen, Problemlösungsfähigkeiten und ein gutes Zeitmanagement helfen dir beruflich weiter. Deshalb solltest du diese in deiner Bewerbung positiv an dir hervorheben.
  • Noten:
    Es macht ebenfalls einen guten Eindruck, wenn du in Fächern wie Pädagogik, Psychologie oder Sozialkunde gute Noten hast. Diese haben den größten Bezug zum Beruf und zeigen deine Eignung.

Was ziehe ich zum Bewerbungsgespräch an?

Für dein Vorstellungsgespräch solltest du möglichst schick aussehen. Ein gepflegtes Auftreten ist das A und O, um einen guten ersten Eindruck bei deinem zukünftigen Arbeitgeber zu hinterlassen. Dafür eignet sich der „Smart-Casual-Look“ am besten. Aber keine Sorge, es erwartet keiner von dir, dass du im kompletten Anzug mit Lederschuhen auftauchst.

  • Für Frauen eignet sich eine schicke Bluse in Kombination mit einer Stoffhose. Dazu kannst du ruhig Sneaker anziehen, solange diese sauber sind und keine offensichtlichen Gebrauchsspuren haben. Dein Make-up und Schmuck solltest du dezent halten.
  • Auch Männer können mit einem schlichten Hemd und einer dunklen Stoffhose oder Jeans nichts falsch machen. Die Schuhe sollten sauber und heile aussehen.
Wie gut passt der Beruf Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin zu dir?

Der Beruf Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin passt gut zu dir, wenn ...

  • ... du in deinem Beruf gerne Menschen helfen möchtest
  • ... du kein Problem damit hast auch Nachts zu arbeiten
  • ... du gerne Dinge organisierst und Verantwortung übernimmst

Der Beruf Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin passt weniger zu dir, wenn ...

  • ... du nicht körperlich anstrengend arbeiten möchtest
  • ... du nicht vor einer Gruppe von Menschen sprechen möchtest
Heilerziehungspfleger / Heilerziehungspflegerin-Quiz

Wie lautet ein beliebtes Kinderlied?

Ein absoluter Klassiker unter den Kinderliedern: Alle meine Entchen.

Was ist Telecare?

Telecare nennt man die Betreuung von Personen per Videotelefonie im Alltag. Ähnliche Konzepte werden beispielsweise bei Ärzten eingesetzt, um Hausbesuche zu vermeiden.

Wie viele Pflegegrade gibt es in Deutschland?

Im Jahr 2017 wurden die Pflegestufen in Pflegegrade umbenannt. Es gibt fünf Pflegegrade. Betroffene Personen müssen für die Bewilligung mindestens sechs Monate lang für die regelmäßigen Aktivitäten im Alltag Hilfe benötigen. Dazu zählen die Körperpflege, die Ernährung, die hauswirtschaftliche Versorgung und die Mobilität.

Ergebnis

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