Promotion - Doktorgrad erlangen

Ziel einer Promotion ist die Erlangung des Doktorgrades. Ein Masterstudium befähigt dich ein Promotionsstudium anzuschließen; auch das Diplom, das Staatsexamen oder der Magister sind dafür geeignete Studienabschlüssen. Promotionen können in der Regel an Universitäten (oder ihr gleichgestellten Hochschulen) abgelegt werden, da sie das sog. Promotionsrecht innehaben.

Hier zeigen wir dir in stark vereinfachter Darstellung einen Promotionsablauf, der in groben Zügen aus einem Antrag, der Erstellung der Doktorarbeit, einer mündlichen Prüfung und einer Veröffentlichung der Arbeit besteht.

Allgemeines

Zu beachten ist: Jede Universität besitzt eine eigene Promotionsordnung. Solltest du dich für diesen Weg entscheiden, gilt es die einzelnen Voraussetzungen der Universität und des Fachs zu berücksichtigen.

Erfüllst du alle Bedingungen, kannst du als angehender Promotionsstudent einen Antrag bei der zuständigen Stelle (promotionsführende Fakultät; Promotionsamt o.ä.) stellen. Verläuft die Prüfung positiv, beginnt mit deiner Annahme als Doktorand die Promotionsphase.

Weitere Informationen rund um die Themen Zulassungsvoraussetzungen, Betreuung, Finanzierung usw. findest du hier: https://www.hochschulkompass.de/promotion/promotionsvorbereitung.html

Während deiner Promotionsphase bist du ebenfalls darauf angewiesen für deinen Unterhalt zu sorgen. Zumeist gibt es drei Möglichkeiten, wie Doktoranden neben der Promotion beschäftigt sind.

Die Dissertation

Die eigentliche Arbeit eines Doktoranden ist das Verfassen einer Doktorarbeit, auch Dissertation genannt. Dies ist eine rein wissenschaftliche Arbeit, mit der du zeigst, dass du eigenständig wissenschaftlich arbeiten kannst und etwas Neues für die wissenschaftliche Landschaft, neue Erkenntnisse, Theorien und Fakten lieferst. Hierzu betreibst du eigene Forschung in deinem Themengebiet.

Das Anfertigen einer Dissertation nimmt normalerweise mehrere Jahre in Anspruch. Die Dauer variiert zwar abhängig vom Fach, deiner persönlichen Situation und Motivation, allerdings kannst du durchschnittlich mit vier bis fünf Jahren rechnen.

Während des gesamten Promotionsablaufs wirst du von einem sog. Doktorvater bzw. einer Doktormutter betreut. Er/Sie steht dir beratend zur Seite. Das bedeutet, in der gesamten Zeit bist du weitestgehend auf dich allein gestellt und wirst sicherlich einige Hochs und Tiefs durchmachen müssen. Disziplin, Ausdauer sowie starke Nerven sind nur wenige Eigenschaften, die du als angehender Promotionsstudent mitbringen solltest.

Die Erlangung des Doktortitels

Ist die Dissertation fertiggestellt, wird sie durch Gutachter geprüft. Erst, wenn deine schriftliche Leistung bestanden ist, wirst du zur mündlichen Prüfung (Verteidigung deiner Doktorarbeit) zugelassen. Diese kann in Form einer Disputation, eines Kolloquiums oder eines Rigorosmus erfolgen. Schaue auch unter: https://www.hochschulkompass.de/promotion/promotionsphase.html.

Bestehst du die mündliche Prüfung ebenfalls, ist die Veröffentlichung der Dissertation obligatorisch. Erst dann ist die Promotion abgeschlossen, die Urkunde wird ausgehändigt und der Doktorand darf den Titel „Dr.“ offiziell führen.

Doktortitel: ja oder nein

Bevor du dich dazu entschließt die Mühen einer Promotion zu durchlaufen, solltest du dir auch sicher sein, dass es für dich das Richtige ist. Was willst du mit einer Promotion bezwecken? Hast du mit dem Doktorgrad bessere Berufschancen und erhältst somit Vorteile für deine Zukunft oder zählt nur der Titel als Prestigeobjekt?

Sicherlich, es gibt Berufe (insbesondere im naturwissenschaftlichen Bereich), indem es ohne den Doktor kaum vorangeht. Auch wenn du eine Karriere an der Hochschule anstrebst, ist in die Doktorwürde gut investiert. Solltest du aber keine konkreten Vorteile für dich erkennen, wäge den Aufwand mit dem tatsächlichen Nutzen lieber noch einmal ab. Die investierte Zeit, die Mühen und Nerven sowie die hohen Kosten, die auf dich zukommen werden, sollten in einem angemessenen Verhältnis zum Ertrag stehen.