Dein Lebenslauf für die Ausbildung
Aufbau, Inhalt, Tipps und Vorlagen

Dein Lebenslauf verrät dem Unternehmen alle wichtigen Fakten über dich. Da er sehr häufig zuerst gelesen wird, sollte er einen logischen Aufbau und ein übersichtliches Design haben. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du deinen Traum-Ausbildungsbetrieb von dir überzeugst!

Seiteninhalt

Aufbau: Wie baue ich meinen tabellarischen Lebenslauf auf?

Nutze ein tabellarisches Format, damit Personalerinnen und Personaler deinen Lebenslauf mit deinen bisherigen Stationen sowie deinen Fähigkeiten und Kenntnissen in wenigen Sekunden überblicken können.

Struktur ist alles
  • Links stehen die Fakten: Nutze die linke Spalte für die Zeitangaben (MM/JJJJ - MM/JJJJ).
  • Rechts stehen die Details: Hier glänzt du mit Infos zu deiner Schule, deinen Praktika und besonderen Kenntnissen.
  • Das Neueste nach oben: Verwende eine antichronologische Reihenfolge. Deine aktuelle Schule oder dein letztes Praktikum stehen ganz oben. So sieht das Unternehmen sofort deinen aktuellen Stand.

Inhalt: So erstellst du deinen Lebenslauf Schritt für Schritt

Dein Inhalt sollte klar strukturiert sein. Verwende daher einzelne Themenabschnitte mit deutlichen Überschriften. Unsere Schritt-für-Schritt Anleitung zeigt dir, wie es geht.

Schritt 1: Deine persönlichen Daten

Ganz oben auf deinem Lebenslauf stehen deine persönlichen Daten:

  • Name und Nachname
  • Anschrift
  • Telefonnummer
  • E-Mail-Adresse
  • Geburtsdatum und -ort
  • Bewerbungsfoto

Schritt 2: Dein Bildungsweg

Hier zeigst du, welche Grundlagen du mitbringst. Denke an die antichronologische Reihenfolge: Das, was du heute machst, steht ganz oben.

Das gehört in diesen Abschnitt

  • Schulbildung: Name und Ort der Schule sowie dein (angestrebter) Abschluss.
  • Aktueller Status: Wenn du noch zur Schule gehst, schreibe "voraussichtlicher Abschluss: [Datum]".
  • Studium: Falls du schon mal ein Studium angefangen oder abgeschlossen hast, gehört das ebenfalls hierhin.

Schritt 3: Deine praktischen Erfahrungen

Hier punktest du mit Praxiserfahrung. Selbst wenn du noch nie fest gearbeitet hast: Alles, was du bisher gemacht hast, zeigt dem Unternehmen, dass du engagiert und zuverlässig bist.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Schulpraktika: Auch kurze Einblicke zählen!
  • Neben- oder Minijobs: Zeitungen austragen, Babysitten oder Regale einräumen.
  • Ferienjobs: Fleiß in den Ferien kommt immer gut an.
  • Ehrenamt: Engagement im Verein oder bei der Feuerwehr.

Wichtig: Nenne nicht nur den Namen des Betriebs, sondern beschreibe kurz deine Hauptaufgaben. Nutze dafür Stichpunkte:

Beispiel: 07/2025 - 08/2025: Ferienjob bei Bäckerei Müller

  • Kundenbedienung und Verkauf
  • Unterstützung bei der Warenpräsentation
  • Einhaltung von Hygienevorschriften

Schritt 4: Deine Kenntnisse und Fähigkeiten

Hier ist Platz für deine persönlichen Kenntnisse. Das sind alle Fähigkeiten, die dich fit für die Ausbildung machen, aber nicht direkt im Zeugnis stehen:

Wichtige Angaben sind:

  • Sprachkenntnisse: Welche Sprachen sprichst du? Gib auch dein Level an (z. B. Muttersprache, fließend oder Grundkenntnisse).
  • IT- & PC-Kenntnisse: Wie gut kennst du dich mit Word, Excel oder PowerPoint aus? Hast du Erfahrung mit Bildbearbeitung oder Programmieren?
  • Führerscheine: Besonders wichtig, wenn du in der Ausbildung mobil sein musst (z. B. Klasse B).
  • Zertifikate und Weiterbildungen: Hast du einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht, an einem Wettbewerb teilgenommen oder ein Online-Zertifikat erworben?

Tipp: Sei ehrlich! Wenn du „Profi in Excel“ schreibst, sollte die erste Tabelle im Betrieb für dich kein Problem sein.

Schritt 5: Deine Interessen

Deine Begeisterung für bestimmte Themen gibt Hinweise über deinen Charakter. Überlege also gut, welche möglichen Angaben du machst:

  • Hobbys: Spielst du ein Instrument, machst du Sport oder zeichnest du gerne?
  • Ehrenämter: Engagierst du dich im Sportverein oder bist in der freiwilligen Feuerwehr?
  • Projekte: Arbeitest du in der Schule an nachhaltigen Themen mit oder forscht du an Zukunftsprojekten?

Schritt 6: Datum und Unterschrift

Damit dein Lebenslauf gültig ist, muss er am Ende unterschrieben werden. Mit deiner Unterschrift bestätigst du, dass alle Angaben der Wahrheit entsprechen.

  • Ort und aktuelles Datum: So sieht der Betrieb, dass deine Bewerbung aktuell ist.
  • Deine Unterschrift: Unterschreibe auf einem weißen Blatt Papier, fotografiere es oder scanne es ein und füge es als Bild in dein Dokument ein.

Wichtig: Achte darauf, dass das Datum aktuell ist. Wenn du dich im März bewirbst, dort aber noch „Januar“ steht, sieht das wie eine Massenbewerbung aus.

Dinge, die nicht in deinen Lebenslauf gehören

Im Lebenslauf möchtest du zeigen, dass du die richtigen Kenntnisse und Qualifikationen hast. Trotzdem musst du ein paar Dinge beachten, die du nicht erwähnen solltest. In unserem Beitrag zeigen wir dir, was in deinem Lebenslauf nichts zu suchen hat.

Tabellarischer Lebenslauf

Beispiel Bildungsweg

08/20XX - heute Gymnasium Muster, Musterstadt
1. Leistungskurs: Deutsch
2. Leistungskurs: Englisch
(voraussichtlicher) Abschluss 20XX: Allgemeine Hochschulreife

Beispiel Praktische Erfahrungen

01/20XX Dreiwöchiges Praktikum als Kaufmann für Marketingkommunikation
Unternehmen XY GmbH, Musterstadt
  • Unterstützung bei der Analyse des Marktes und der Zielgruppen
  • Administrative Aufgaben
03/20XX Zweiwöchiges Praktikum als Mediengestalter
Unternehmen YZ AG, Musterstadt
  • Bildrecherche zur Einbindung in einer Präsentation
  • Einblicke in die Arbeit mit Photoshop und InDesign

Beispiel Kenntnisse und Fähigkeiten

Sprachkenntnisse Deutsch - Muttersprache
Englisch - Fließend
Spanisch - Grundkenntnisse
Computerkenntnisse Microsoft Office - sehr gute Kenntnisse
Photoshop CS 4 - gute Kenntnisse

Kostenlose Lebenslauf Vorlagen

Wie gestalte ich den perfekten Lebenslauf?

Um einen optisch ansprechenden Lebenslauf zu gestalten, lohnt es sich, vorab ein paar Gedanken oder Notizen zu machen. Ob du eine unserer Lebenslauf-Vorlagen nutzt oder ein eigenes Design erstellst, diese Punkte solltest du unbedingt beachten:

Was muss ich bei der Gestaltung beachten

Passend zum Job:

Bewirbst du dich in einem seriöseren Umfeld wie einer Bank, nutze dezente Farben und klare Strukturen. Als Fotograf kannst du beispielsweise einen kreativeren und moderneren Lebenslauf erstellen.


Farben und Formen:

Häufig ist weniger mehr! Deshalb übertreibe nicht und verwende keine grellen Farben oder ausgefallenen Formen. Nutze maximal 2-3 dezente Farben.


Bezug zum Unternehmen:

Wenn du die Unternehmensfarben bei grafischen Elementen verwendest, zeigst du, dass du dich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast. Das hinterlässt beim Personaler einen guten Eindruck.


Einheitliches Design:

Dein Design sollte sich nicht nur wie ein roter Faden durch deinen Lebenslauf ziehen, sondern auch auf den anderen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben und Deckblatt) zu finden sein.


Musterbewerbungen:

Als Inspiration für deinen Lebenslauf und die anderen Bewerbungsunterlagen kannst du dir unsere Musterbewerbungen anschauen. Wichtig ist, kopiere sie nicht einfach, sondern gestalte damit deine individuelle Bewerbung!

Welche Schriftart verwende ich?

Bleib einheitlich: Benutze für Lebenslauf, Anschreiben und Deckblatt dieselbe Schriftart. Das wirkt professionell und ruhig.

Gute Standards sind:

  • Arial oder Calibri (Schriftgröße 10 oder 11 pt): Modern und sehr gut am Bildschirm lesbar.
  • Times New Roman (Schriftgröße 12 pt): Der Klassiker, wenn es eher konservativ sein soll.

Tipp: Achte darauf, dass deine Überschriften (z. B. "Bildungsweg") etwas größer oder fett gedruckt sind, damit man sie sofort findet.

Wie mache ich Zeitangaben?

Den genauen Tag musst du nicht angeben, denn das wirkt schnell unübersichtlich. Es reicht völlig aus, wenn du Monat und Jahr nennst.

Beispiel: 09/2023 - 07/2024 (statt 01.09.2023 - 15.07.2024). Achte darauf, dieses Format im ganzen Lebenslauf beizubehalten!

Lücken im Lebenslauf - was jetzt?

Keine Panik vor Lücken! Wenn du mal 2 bis 3 Monate "nichts" gemacht hast, ist das völlig okay. Wichtig ist nur, dass du ehrlich bist und zeigst, dass du nicht untätig warst.

Gute Erklärungen sind:

  • Berufliche Orientierung: Du hast verschiedene Bereiche geprüft, um die perfekte Ausbildung zu finden.
  • Sprachreise oder Auslandsaufenthalt: Du hast deine Sprachkenntnisse vertieft.
  • Praktikumssuche: Du hast aktiv nach dem idealen Einstieg gesucht.
  • Pflege von Angehörigen: Du hast familiäre Verantwortung übernommen.

Merke: Eine Lücke ist nur dann ein Problem, wenn du sie nicht erklären kannst. Nutze die Zeit lieber, um ein kurzes Praktikum oder einen Online-Kurs zu machen!

Checkliste für deinen Lebenslauf

Aufbau

  • Gleiche Schriftart
  • Nachvollziehbare Struktur
  • Fokus auf Stichpunkte
  • Nachweise in den Anlagen

Inhalt

  • Nur relevante/aktuelle Angaben
  • Korrekte Angaben bei Kenntnissen (z. B. Sprachkenntnisse)
  • Keine Familieninformationen
  • Keine religiösen und politischen Ansichten, außer bei konfessioneller oder politischer Institution
  • Keine unpassenden Inhalte (z. B. bei Hobbys: Selfies machen)

Gestaltung

  • Individuelles Design
  • Übersichtlicher und schlichter Lebenslauf
  • Aktuelles Bewerbungsfoto

Wie gut kennst du dich mit dem Lebenslauf aus?

Trainingsheft

Mach den Test!

Dein Wissen ist gefragt: Welche Informationen gehören in den Lebenslauf?

Lebenslauf - FAQ

Unterteile deinen Lebenslauf in klare Themenbereiche wie „Bildungsweg“, „Praktika“ oder „Kenntnisse“. Innerhalb dieser Abschnitte listest du deine Stationen tabellarisch auf. Wichtig: Nutze die antichronologische Reihenfolge. Das heißt, deine aktuellste Schule oder dein letztes Praktikum stehen immer ganz oben.

In deinen Lebenslauf gehören:

  • Persönliche Daten: Name und Nachname, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und Geburtstag
  • Bildungsweg: Schule, Ausbildung, Hochschule
  • Praktische Erfahrungen: Praktika, Nebentätigkeiten
  • Kenntnisse und Fähigkeiten: Weiterbildungen, Zertifikate, Sprachen, Software-Kenntnisse, Führerschein etc.
  • Interessen: Hobbys, Ehrenämter, Projekte
  • Datum und Unterschrift

Der genaue Tag ist beim Datum meistens unwichtig. Es reicht völlig aus, Monat und Jahr anzugeben (z. B. 09/2023 – 07/2024). Das sieht sauber aus und spart Platz.

Wähle eine Schriftart, die gut lesbar ist. Klassiker wie Arial (Größe 11) oder Calibri wirken modern. Times New Roman (Größe 12) ist eher traditionell. Wichtig: Bleib bei einer Schriftart für alle deine Unterlagen, damit alles einheitlich wirkt.

Bei AUBI-plus findest du passende Vorlagen für verschiedene Berufsgruppen, z. B. Medizinische Fachangestellte, Fachinformatiker oder Tischler.

Persönlich, aber nicht privat. Du solltest eigene Beispiele, Erfahrungen, Erfolge und Stärken einbauen, aber alles muss beruflich relevant bleiben. Ein Anschreiben ist kein ausführlicher Lebenslauf in Textform.

Mögliche Abstufungen sind:

  • Grundkenntnisse
  • Gute Kenntnisse
  • Fließend
  • Verhandlungssicher
  • Muttersprache

Alternativ kannst du dein Sprachniveau auch mit den Stufen A1 (Anfänge) bis C2 (annähernd Muttersprache) nach Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) angeben.

Gute Abstufungen sind:

  • Grundkenntnisse
  • Fortgeschritten
  • Experte

Beachte, dass du die Abstufung konkret für einzelne Programme (Excel, Photoshop etc.) angibst, nicht allgemein z. B. für MS Office.

Diese Dinge musst du auf dem Lebenslauf nicht angeben:

  • Familienstand
  • Beruf der Eltern
  • Religiöse oder politische Angaben

Das Design sollte zum Job passen: Seriös bei einer Bank, gerne etwas kreativer im Medienbereich. Ein Tipp: Nutze die Farben des Unternehmens dezent in deinem Layout (z. B. für Linien). Das zeigt, dass du dir wirklich Gedanken gemacht hast.

Eine Lücke von bis zu 3 Monaten ist absolut in Ordnung, solange du erklären kannst, was du in dieser Zeit gemacht hast bzw. wie es zu der Lücke kommt.

Jeder, der sich bewirbt! Egal ob für ein kurzes Praktikum, eine Ausbildung oder einen Nebenjob: Dein Lebenslauf ist dein wichtigstes Dokument und entscheidet oft über die Einladung zum Gespräch.

Ja, auch für ein Schülerpraktikum erstellst du deinen Lebenslauf. Deine beruflichen Erfahrungen fallen hier wahrscheinlich kürzer aus, das ist aber nicht schlimm. Du kannst den Fokus daher auf deine Lieblingsfächer und Interessen oder Hobbys legen und so zeigen, warum du dich für dieses Schülerpraktikum interessierst.

Ja, deine Unterschrift gehört auf den Lebenslauf. Es ist ein persönliches Dokument, in dem du offizielle Angaben zu deiner Person machst.

Ein Bewerbungsfoto ist freiwillig. Dennoch hinterlässt ein sympathisches Lächeln immer einen guten ersten Eindruck. Wenn du dich für ein Foto entscheidest, passt es entweder auf dein Deckblatt, wenn du eins hast, oder du platzierst es oben auf deinem Lebenslauf.

Weitere Infos

Anschreiben

Das Anschreiben ist das Herz deiner Bewerbung. Es zeigt deine Motivation für den Beruf. Der Personaler erfährt dadurch, wie sehr du dich für die Stelle begeisterst.

Zum Anschreiben

Deckblatt

Ein gelungenes Deckblatt ist der Blickfang deiner Bewerbungsunterlagen. Mit einem individuell gestalteten Deckblatt kannst du dich von anderen Bewerbern abheben und den Personaler zusätzlich beeindrucken.

Zum Deckblatt

DIN-Norm 5008

Wie breit müssen die Seitenränder sein? Wie formatiere ich meinen Text? Welche Schriftart nehme ich für eine Bewerbung? Die DIN-Norm 5008 legt die Gestaltungs- und Schreibregeln fest.

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