Wie werde ich Polizeivollzugsbeamter / Polizeivollzugsbeamtin im mittleren Dienst?

Da du als Polizistin bzw. Polizist im mittleren Dienst ein sehr breites Aufgabengebiet hast, musst du für den Beruf einige Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören Anforderungen wie Körpergröße, Mindest- und Höchstalter. Genaue Angaben können wir dir leider keine geben, denn die Polizei ist in Deutschland Ländersache, d. h. die Anforderungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. Am besten erkundigst du dich bei der zuständigen Behörde in deiner Stadt oder deinem Bundesland.

Neben den formalen Voraussetzungen gibt es auch noch zahlreiche persönliche Eigenschaften, die du mitbringen solltest, so z. B.:

  • Durchhaltevermögen
  • Konfliktfähigkeit
  • Körperliche und psychische Belastbarkeit
  • Schnelle Reaktionsfähigkeit
  • Sicheres Auftreten

Das Wichtigste ist, dass du geistig, körperlich und charakterlich für den Beruf geeignet bist!

Schulische Voraussetzungen

Möchtest du bei der Polizei im mittleren Dienst deine Ausbildung absolvieren, brauchst du mindestens einen Realschulabschluss. Wenn du nach deinem Hauptschulabschluss eine andere Berufsausbildung abgeschlossen hast, kannst du auch auf diese Weise Polizist im mittleren Dienst werden.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Realschulabschluss / Mittlere Reife

Lehrdauer

2,5 Jahr(e)

Lehrlingsgehalt

Ø 1382 EUR

Was macht ein Polizeivollzugsbeamter / Polizeivollzugsbeamtin im mittleren Dienst?

Deine Aufgaben auf einen Blick

  • Auf Streife: Du führst Ausweiskontrollen durch, leistest bei Notsituationen Hilfe, befragst Zeugen und stehst in ständigem Kontakt mit der Zentrale.
  • Arbeit auf dem Revier: Du schreibst Protokolle, nimmst Anzeigen auf und befragst Opfer.
  • Verkehrsüberwachung: Du nimmst Unfallhergänge auf, führst Verkehrskontrollen durch und ziehst Autos aus dem Verkehr.

Deine Aufgaben im Detail

Tagtäglich werden mehrere tausend Verbrechen begangen - allein in Berlin sind es täglich über 1.400! Dazu gehören nicht nur Missbrauch oder Mord und Totschlag. Vor allem die sogenannten Alltagskriminalitäten wie Diebstahl oder Handgreiflichkeiten sind ein großes Problem. Hier kommst du ins Spiel, denn als Polizistin bzw. Polizist im mittleren Dienst bist du für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger verantwortlich!

Auf Streife

Um stets den Überblick zu behalten und verdächtiges Verhalten direkt zu erkennen, bist du als Polizist im mittleren Dienst meist zu zweit auf Streife. Während des Wachdienstes führst du Ausweiskontrollen durch, leistest bei eventuell eintretenden Notsituationen Hilfe und befragst Zeugen. Die ganze Zeit hältst du über Funk den Kontakt zur Zentrale, meldest Vorkommnisse oder forderst in Notfällen Verstärkung an. Auch größere Events und Veranstaltungen fallen in dein Aufgabengebiet.

Arbeit auf dem Revier

Sollte es zu einer Straftat gekommen sein, musst du Berichte und Protokolle dazu verfassen. Du gibst Daten und Aussagen von Zeugen in die EDV-Programme ein, sodass diese später erneut herangezogen werden können. Häufig kommt es vor, dass Bürger direkt auf das Revier kommen, um zum Beispiel Anzeige wegen eines geklauten Fahrrades oder einer Handgreiflichkeit zu melden. Diese Anzeigen nimmst du auf, befragst die Opfer und setzt Kollegen darüber in Kenntnis, damit diese der Tat nachgehen können.

Verkehrsüberwachung

Ist es zu einem Verkehrsunfall gekommen, bist du (neben dem Krankenwagen) der erste vor Ort. Als Polizistin bzw. Polizist kümmerst du dich darum, dass die Unfallstelle gesichert ist, keine weiteren Personen in Gefahr geraten und der Verkehr ohne Probleme weiterfließen kann. Auch hier befragst du Zeugen, überprüfst den Unfallhergang und nimmst diesen auf. Dabei ist es wichtig, Ruhe auszustrahlen, denn Unfallbeteiligte stehen häufig unter Schock. Damit es gar nicht erst zu Unfällen kommt, sorgst du als Polizist dafür, dass Kindern bereits in der Grundschule das Verhalten im Verkehr beigebracht wird. Daher besuchst du Schulen und erklärst den Kindern, was sie tun und nicht tun dürfen bzw. worauf sie besonders aufpassen müssen. Auch regelmäßige Verkehrskontrollen gehören zu deinen Aufgaben. Dazu führst du nicht nur Alkohol-, sondern auch allgemeine Geschwindigkeits- und Verkehrskontrollen durch. Für all diese Kontrollen nutzt du spezielle Messgeräte, um genaue Daten zu haben, den rechtswidrigen Fahrer aus dem Verkehr zu ziehen und ihm ein Bußgeld aufzuerlegen oder sogar den Führerschein zu entziehen.

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Gut zu wissen...
  • Im Jahr 2020 gab es 5,31 Millionen erfasste Straftaten.
  • Berlin ist die Stadt mit den meisten Straftaten in Deutschland: 13.700 je 100.000 Einwohner.
  • Bei der Hamburger Polizei nennt man den Streifenwagen „Peterwagen“.

Inhalte der Lehre

Die Ausbildung bei der Polizei mittlerer Dienst ist eine duale Ausbildung, die demnach aus sowohl theoretischen als auch praktischen Bausteinen besteht.

Theoretische Ausbildungsinhalte

Der Hauptteil der Ausbildung besteht aus Theoriephasen, die an Ausbildungseinrichtungen der Polizeiakademie durchgeführt werden. Vor allem im ersten Lehrjahr ist die Theorie der Mittelpunkt und nur ein paar einsatznahe Trainings werden durchgeführt. In der Akademie wirst du Themen wie Sicherheits- und Ordnungslehre, Eingriffsrecht, Einsatzlehre, Strafrecht, Kriminalistik, Verkehrsrecht, Berufskunde und Beamtenrecht behandeln. Natürlich gehören auch allgemeinbildende Fächer wie Deutsch und Englisch sowie Politik und Geschichte zum Unterricht dazu. Da es wichtig ist, bei der Polizei fit zu sein, besuchst du auch den Sportunterricht in der Akademie.

Praktische Ausbildungsinhalte

Ab dem zweiten Jahr liegt der Ausbildungsschwerpunkt auf der Praxis. Du verbringst einen Großteil der Zeit mit Praktika in folgenden Bereichen:

  • Grenz- und Bahnpolizei
  • Luftsicherheit
  • Bundesbereitschaftspolizei

In deiner Ausbildung zum Polizisten im mittleren Dienst nimmst du auch an speziellen Verhaltenstrainingsseminaren sowie Fahrsicherheitstrainings, PC-Anwendungsseminaren, Einsatztrainings und Praxiseinweisungen teil.

Ablauf der Lehre

Bevor du deine Ausbildung bei der Polizei im mittleren Dienst beginnen kannst, musst du einen Einstellungstest bestehen. Dort geht es ans Eingemachte, denn du wirst auf deine allgemeine Intelligenz, deine sozialen und sprachlichen Kompetenzen sowie auf dein Gedächtnis getestet. Da Polizistinnen und Polizisten häufig Protokolle und Berichte verfassen müssen, werden auch deine Rechtschreibkenntnisse überprüft. Bist du mit diesen Tests durch, wird auch die sportliche Leistung bewertet. Im letzten Schritt wirst du polizeiärztlich untersucht. Geprüft wird, ob du körperlich und gesundheitlich fit bist und für die Karriere bei der Polizei geeignet bist.


Hilfreiche Fähigkeiten
  • Überzeugungskraft
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Arbeitsgenauigkeit

Wie gut passt der Beruf Polizeivollzugsbeamter / Polizeivollzugsbeamtin im mittleren Dienst zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne Menschen helfen möchtest, ist der Beruf Polizeivollzugsbeamter / Polizeivollzugsbeamtin im mittleren Dienst genau der richtige für dich.
Wenn du nicht viel unterwegs sein möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.
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